Das Projekt

In der ersten Phase besuchen wir als inklusiv zusammengesetztes pädagogisches Team die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in der Schule. Dort stellen wir nach einer kurzen Begrüßung das Projekt „Auf Herz und Rampen prüfen“ vor und stellen den Teilnehmenden den Ablauf eines Stadtteilchecks vor, wobei auch auf Vor- und Nachbereitung eingegangen wird. Außerdem wird geklärt, was „Herz und Rampen“ im Namen des Projektes bedeuten.

Dann wird es etwas interaktiver, da wir mit den Kindern das Thema Behinderung erarbeiten möchten. Unsere Ehrenamtlichen beantworten Fragen, und wenn keine Fragen kommen, berichten und erzählen sie von ihrem Alltag. Besonders soll darauf geachtet werden, dass die Mobilität in der Stadt thematisiert wird, da die Schülerinnen und Schüler diesen Teilbereich bei dem zweiten Checktag selbst erleben werden. Ebenfalls weden die Hilfsmittel wie Rollstuhl, Blindenstock und die Brailleschrift vorgestellt.

In der zweiten Phase machen wir den Stadtteilcheck. Zuerst weden die richtige Benutzung des Rollstuhls (vor allem lenken und bremsen) sowie das richtige Pendeln mit dem Blindenstock gezeigt und erklärt. Um den Teilnehmenden ein intensiveres Erleben und Erfahren zu gewährleisten, werden sie in Gruppen mit maximal zehn Personen aufgeteilt. Jede Gruppe wird von einem oder zwei Menschen mit Behinderung(en), einem Läufer des Teams und optimaler Weise einer dritten Person begleitet. Nachdem die Gruppenaufteilung klar ist, bekommt jede Gruppe Rollstühle, Blindenstöcke sowie Schlafmasken und Sehbehindertenbrillen, mit denen man nur noch eine Sehstärke von 10% besitzt. Jede Gruppe eine eigene Route, um möglichst viele Straßen, Plätze und Stellen rund um die Schule zu überprüfen und nicht mit den anderen Gruppen zu kollidieren.
Die betreuenden Personen sind so aufgeteilt, dass eine im vorderen Bereich der Gruppe läuft und die andere das Schlusslicht bildet.

Während des Checks fühlen sich die Teilnehmenden in das Leben mit einer Behinderung ein und halten gleichzeitig alle ihnen begegneden Barrieren schriftlich fest.

In der dritten Phase besprechen wir mit der ganzen Gruppe ihre Erlebnisse während des Checks und ihre Schwierigkeiten in bestimmten Situationen. Ebenfalls sprechen wir alle gemeinsam über die aufgeschriebenen Mängel, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Anschließend gehen die Teilnehmenden wieder in ihren Checkgruppen zusammen und schreiben einen Brief an den Bezirksausschuss, um bauliche Veränderungen zu erwirken, und/oder einen Beitrag für unseren Herz&Rampen-Blog im Internet. Zudem sollen die Teilnehmenden unseren Evaluationsbogen ausfüllen.

Zum Ausklang des Projektes bekommt jede Person ein weiteres Mal die Möglichkeit, alle aufgekommenen Fragen zu stellen.