Lesen mit den Fingern

Das Prinzip der Blindenschrift lässt sich übrigens auf alle Sprachen der Welt anwenden - auch auf Zahlen und Musiknoten.

(Bild: dpa)

Braille-Schrift: Mit Fingern lesen

Der große Traum von Louis Braille war es, lesen zu können. Louis wurde am 4. Januar 1809 bei Paris in Frankreich geboren und war mit drei Jahren erblindet. Mit 16 Jahren erfand er eine Schrift für Blinde, die nach ihm benannte Braille-Schrift.

Das Prinzip ist einfach: Buchstaben werden auf der Papier-Rückseite eingedrückt, so dass sie auf der Vorderseite als Erhebungen zu ertasten sind. Das ist mit einem Blatt Papier und einem Bleistift leicht auszuprobieren. Bei der Blindenschrift werden aber nicht die Buchstaben verwendet, die man aus der Schule kennt, sondern die Buchstaben aus dem Braille-Alphabet.

Die Braille-Schrift

Die Buchstaben aus dem Braille-Alphabet bestehen aus bis zu sechs Punkten, die im Quadrat angeordnet sind. Je nach Kombination und Anzahl der Punkte wird ein anderer Buchstabe dargestellt. Die Braille-Schrift wird bis heute genutzt – auf der ganzen Welt.

Doch anders als noch vor 200 Jahren, wird heute nicht mehr nur auf dem Papier gelesen: Wie ist das zum Beispiel mit E-Mail oder SMS?

Elektronisch: Braille-Zeile

Für E-Mail oder SMS gibt es spezielle Geräte. Die einen können den Text erkennen und lesen ihn dann vor, bei den anderen werden die Buchstaben in die Blindenschrift umgewandelt.Auf dem sogenannten Braille-Display können dann die Texte, die auf dem Computermonitor zu sehen sind, ertastet werden. Das funktioniert auch bei Handys: Das Display wird durch eine Braille-Zeile ersetzt.

Quelle: https://www.kindernetz.de/infonetz/technikundumwelt/erfindungen/brailleschrift/-/id=297144/nid=297144/did=50318/1vo0n10/index.html

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