Willi-Graf-Gymnasium

Schüler des Willi-Graf-Gymnasiums haben am 16.07.2012 die Umgebung ihrer Schule auf Barrieren untersucht.

In der Rümannstraße (Höhe der Glascontainer) sind die Bordsteine zwar abgesenkt, aber leider nur mit großen Lücken, verursacht durch die ungleichmäßige Füllung der Lücke mit grobem Teer. Hier ist eine Absenkung der Borsteinkante auf 3 cm sinnvoll, ohne die Verwendung von Füllmaterial.

Ebenfalls in der Rümannstraße ist der Fahrradweg vom Gehweg nicht mit einem fühlbaren Höhenunterschied getrennt, so dass Blinde diese nicht unterscheiden können. Ein ertastbarer Höhenunterschied wäre hier sinnvoll.

Die Glascontainer in der Rümannstraße (Höhe Altenheim) sind nicht barrierefrei: Das Einwurfloch ist für Rollstuhlfahrer/innen zu hoch, Blinde und Sehbbeinträchtigte können nicht erkennen welcher Container für welchen Wertstoff ist. Hier könnte Abhilfe geschaffen werden, durch die Verwendung von farblich unterschiedlichen Containern. Diese können Sehbeeinträchtigte erkennen und Blinde können mit einem elektronischen Farberkennungsgerät die Farbe bestimmen.

Die Glascontainer an der Karl-Theodor-Str., nahe Hiltensbergerstr. sind nicht barrierefrei: Man muss mit dem Rollstuhl erst auf die Straße fahren um zu den Glascontainern zu kommen. Das Einwurf Loch ist für Rollstuhlfahrer/innen zu hoch, Blinde und Sehbeeinträchtigte können nicht erkennen welcher Container für welchen Wertstoff ist.

In der Barlachstraße (auf Höhe der Hausnummer 14) ist die Straße durch parkende Autos sehr schwer einsehbar, so dass die Überquerung hin zum Petuelpark sehr schwierig ist. Hier ist die Einrichtung eines Zebrastreifens sinnvoll, da auch die anderen Zebrastreifen vor der Schule der Stiftung Pfennigparade weit weg sind und einen erheblichen Umweg bedeuten.

Gegenüber vom Kinderspielplatz im Petuelpark befindet sich eine „Holzwelle“ zum Sitzen und Verweilen, die jedoch von Kindern sehr gerne auch zum Spielen benutzt werden. Kinder laufen und fahren mit Dreirädern, Kickboards und Fahrrädern auf der „Welle“. Kinder im Rollstuhl würden das auch gerne machen, jedoch befindet sich an beiden Enden der „Welle“ je ein hoher Absatz, der mit dem Rollstuhl nicht zu überwinden ist. Um auch diesen Kindern (durch die angrenzende Stiftung Pfennigparade sind davon sehr viele betroffen) die Möglichkeit zum Spielen auf der „Welle“ zu geben ist es sinnvoll die beiden Enden abzuflachen.

An der Kreuzung Karl-Theodor-Str., Schleißheimerstraße ist die Ampelanlage nicht mit einem taktik-akustischen Signal ausgerüstet. Um auch Blinden ein sicheres Überqueren der großen Straßen zu ermöglichen sollte die Anlage dementsprechend nachgerüstet werden. In der Karl-Theordor-Str. ist der Fahrradweg von dem Gehweg nicht mit einem fühlbaren Höhenunterschied getrennt, so dass blinde Menschen dies nicht unterscheiden können. Ein ertastbarer Höhenunterschied wäre hier sinnvoll.

Die Grünphasen an der Ampelanlage zwischen Luitpoldpark/Bayernpark und Belgradstraße/Scheidplatz sind zu kurz geschaltet. Die Überquerung ist während einer Grünphase nicht möglich und sollte den Bedürfnissen der Fußgänger/innen angepasst werden. An der Kreuzung Karl-Theodor-Straße/Belgradstraße ist die Ampelanlage nicht mit einem taktik-akustischen Signal ausgerüstet. Um auch Blinden ein sicheres Überqueren der großen Straßen zu ermöglichen sollte die Anlage dementsprechend nachgerüstet werden.

Die Telefonzelle an der Ecke Hiltensbergerstraße/Karl-Theodor-Straße ist nicht für Menschen im Rollstuhl geeignet. Die Türe, ist ohne Hilfe nicht zu öffnen und die Stufe vor der Zelle sehr hoch. Diese ist für Rollstuhlfahrer/innen selbstständig nicht zu überwinden. Hier ist zu überlegen ob die Telefonzelle nicht durch eine neuere Version (Telefon mit einseitiger Glasscheibe) ersetzt werden kann.

Das Willi-Graf-Gymnasium hat nur einen barrierefreien Zugang zur Schule, der über einen Großen Umweg (fast einmal um das Schulgebäude herum, über den Pausenhof) zu erreichen ist. An den anderen Eingängen sind mehrere Stufen. Um sowohl Kindern als auch Eltern im Rollstuhl ein selbständiges hineinkommen über einen weiteren Eingang, in die Schule zu ermöglichen wäre es wünschenswert eine Rampe einer weiteren Eingangstüre mit max. 6% (DIN Norm) Steigung anzubringen. Außerdem kann ein Mensch im Rollstuhl die schwere Eingangstüre nicht ohne Hilfe öffnen. An dieser Stelle muss ein automatischer Türöffner eingebaut werden um allen Menschen denn Eintritt gleichermaßen zu ermöglichen.

Die Klassenzimmer in der Schule sind alle über einen Lastenaufzug zu erreichen, allerdings hat kein Stockwerk eine rollstuhlgerechte Toilette.

Beim Spielplatz im Luitpoldpark wäre es wünschenswert, wenn Kinder und Eltern mit Behinderung bedacht werden. So ist ein anderer Bodenbelag (z.B. spezielle Matten die auch dem Fallschutz genügen) notwendig, da Sand mit Rollstühlen nicht befahrbar ist.

Den Schüler/inne/n ist aufgefallen, dass es nur sehr wenige öffentliche Toiletten gibt, die Rollstuhlfahrer benutzen können. Die öffentliche Toilette am Scheidplatz ist barrierefrei. Allerdings ist die Türe sehr schwer und für Rollstuhlfahrer/innnen alleine nicht zu öffnen.

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